Vorteile von Resveratrol für Ihr Hormon- und Immunsystem

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Wie Sie die hormonausgleichende Wirkung von Resveratrol und viele andere Vorteile nutzen können

Worum geht es in diesem Beitrag?

  • Was ist Resveratrol?

  • Die Bedeutung von Resveratrol aktuell

  • Wie Resveratrol hilft, den Hormonhaushalt auszugleichen

  • Weitere vorteilhafte Eigenschaften von Resveratrol

  • Worauf Sie bei einem Resveratrol-Nahrungsergänzungsmittel achten sollten

Resveratrol ist seit langem als ein gesunder Bestandteil von Rotwein bekannt. Es ist besonders bekannt geworden für die Rolle, im so genannten “Französischen Paradoxon”: Franzosen (und ich meine hier m/w/d) scheinen weniger Todesfälle durch Herzerkrankungen zu haben trotz einer Ernährung, die reich an Butter und Sahne ist (hohe gesättigte Fette und “Cholesterin”).

 

Wenn Sie also die gesundheitlich positiven Effekte von Resveratrol nutzen wollen, wäre dann Wein tatsächlich die beste Art der Aufnahme?

 

Nur mal ein paar Fakten: Ein durchschnittlicher Rotwein enthält etwa 0,36 bis 1,97 Milligramm Resveratrol pro Liter. Man braucht also viele Flaschen Wein (mindestens 75), um auf ca. 150 bis 500 Milligramm Wirkstoff pro Tag zu kommen, um gesundheitliche Vorteile zu bemerken…

 

Die Vorteile der geringen Mengen Resveratrol im Wein werden durch die negativen Auswirkungen des Alkohols also gleich wieder aufgehoben – eine besonders schlechte Idee, wenn Sie unter hormonellen Problemen leiden.

 

Eine deutlich gesündere und effektivere Option wäre demnach: Nahrungsergänzung. Allerdings gilt es dabei zu beachten, welche Art von Ergänzung für Sie am besten geeignet ist und welche Inhaltsstoffe Sie vermeiden sollten.

Was ist Resveratrol eigentlich?

Resveratrol ist ein Polyphenol, das nicht nur in Wein sondern auch in Pflanzen wie Maulbeeren, Erdnüssen und dem Japanischem Knöterich vorkommt. Japanischer Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum) in Form von Itadori-Tee wird seit Jahrhunderten in der traditionellen japanischen und chinesischen Medizin als Tonikum bei Herzerkrankungen und Schlaganfällen eingesetzt. Rotwein und Itadori-Tee (Japanischer Knöterich) sind mit Abstand die besten Quellen für Resveratrol.

Die Bedeutung von Resveratrol in der aktuellen Situation (die Sache mit dem C-Virus...)

In einer Zeit, in der sich alle um die Stärkung des Immunsystems und die Einnahme zusätzlicher antiviraler, antioxidativer und entzündungshemmender Substanzen sorgen, sollte man auch Resveratrol auf der Liste haben. Dieses natürliche Bioflavonoid verfügt über alle dieser Eigenschaften. Daher sollten Sie überlegen, auch Resveratrol für den Schutz des Immunsystems und der Zellen als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Antivirale Wirkung

In Untersuchungen wurde gezeigt, dass Resveratrol gegen eine Reihe verschiedener Viren wirksam ist, einschließlich Influenza, Varizella Zoster, Epstein-Barr-Virus, Herpes Simplex Virus, Humanes Immundefizienz-Virus (HIV), Afrikanische Schweinepest, Enterovirus, Humanes Metapneumonie-Virus und Enteritis-Viren.

In fast allen dieser Studien zeigte Resveratrol ein hohes antivirales Potenzial. Die einzigen Ausnahmen waren Hepatitis-C-Viren sowie ein Virus, der in Tiermodellen eingesetzt wird, um Multiple Sklerose zu induzieren. In diesen beiden Fällen verschlimmerte Resveratrol die Krankheit sogar.

In einer Zellstudie mit dem SARS-Cov-2-Virus bekämpfte Resveratrol nicht nur das Virus, sondern schützte die Zellen vor Schäden, die durch das Virus verursacht werden. Resveratrol bewirkte auch, das Virus an seiner Replikation zu hindern. Die Forscher merkten jedoch an, dass es wichtig ist, die empfohlenen Einnahmedosierungen nicht zu überschreiten, da bei höheren Dosen Resveratrol auch den oxidativen Stress erhöhen kann.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt eine maximale Verzehrmenge von 150 mg pro Tag. Aber auch höhere Dosierungen von bis zu 500 mg haben zu keinen Nebenwirkungen geführt. Lediglich bei starken Überdosierungen mit bis zu 5.000 mg kam es zu Beschwerden wie Durchfall und Kopfschmerzen. Diese Beschwerden veschwanden allerdings wieder nach Beendigung der Einnahme.

Antioxidative Wirkung

Resveratrol wirkt in bestimmten Dosen als Antioxidanz. In dieser Eigenschaft kann es dazu beitragen, Lungenschäden durch übermäßige freie Radikale zu verringern. Resveratrol erhöht auch weitere Antioxidantien im Körper. In einer Studie mit menschlichen Lungenkrebszellen war Resveratrol in der Lage, das Niveau des Super-Antioxidanz Glutathion wiederherzustellen. Zu Glutathion habe ich in diesem Artikel mehr geschrieben. >>

Weitere wichtige antioxidative Enzyme, die durch Resveratrol unterstützt werden, sind Superoxid-Dismutase (SOD), Katalase und Thioredoxin. Einige Studien deuten auch darauf hin, dass Resveratrol in der Lage ist, neben freien Radikalen auch entzündungsassoziierte Gene zu senken, einschließlich iNOS, Myeloperoxidase und NADPH-Oxidase.

Entzündungshemmende Wirkung

Resveratrol ist auch als Entzündungshemmer bekannt. In einer Zellstudie wurde gezeigt, dass sowohl Resveratrol als auch Quercetin spezifisch Entzündungen in Epithelzellen der Atemwege verringert. Dies kann positive Auswirkungen auf COPD, Asthma und andere entzündliche Lungenerkrankungen haben. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass Resveratrol und Quercetin bei entzündlichen Erkrankungen von Nutzen sein können, bei denen Steroid-Medikamente unwirksam sind.

In einer Tierstudie über Atemwegsentzündungen reduzierte Resveratrol pro-inflammatorische Zytokine. Eine andere Studie mit menschlichen Atemwegszellen kam zu dem Schluss, dass “Resveratrol den Kortikosteroiden in der COPD-Therapie überlegen sein könnte, da es die Freisetzung von Entzündungsmediatoren effizienter.”

Hormon ausgleichende Wirkung

Resveratrol spielt eine Rolle im Östrogenstoffwechsel. Es hat eine ähnliche Struktur wie Estradiol. Es bindet schwach an den Östrogenrezeptor und verändert dessen Signalisierung. Aus diesem Grund wird Resveratrol als ein sogenanntes Phytoöstrogen betrachtet.

Laut Dr. Carrie Jones (siehe Studie unten) ist Resveratrol hilfreich für den Östrogen-Stoffwechsel, da es den Spiegel der Chinon-Reduktase (NQO1) erhöht. In der Phase-1-Entgiftung der Leber kann ein Metabolit von Östron, 4-Hydroxy-Östron, in ein Chinon umwandelt werden. Chinone erhöhen das Risiko für DNA-Schäden (Erhöhung des Krebsrisikos). Die Chinon-Reduktase baut diese Chinone ab.

Da Resveratrol die Chinon-Reduktase wirksam erhöht und die DNA vor oxidativen Schäden schützt, wurde es bereits als Teil eines Brustkrebs-Therapieprotokolls verwendet.

Resveratrol kann auch der Schilddrüse helfen – vor allem vor negativen Auswirkungen von Fluorid. In einer Rattenstudie, die 2014 durchgeführt wurde, wurde den Ratten Fluorid verabreicht, um Schilddrüsenschäden zu verursachen. Die Ratten, denen Resveratrol verabreicht wurde, waren vor der Toxizität geschützt und konnten ihre Schilddrüsenhormone normalisieren

Weitere Vorteile von Resveratrol

Resveratrol wurde auch auf seine Auswirkungen auf das metabolische Syndrom, kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs und neurodegenerative Störungen wie die Azheimer-Krankheit untersucht.

Bei kardiovaskulären Erkrankungen scheint Resveratrol für Frauen hilfreicher zu sein als für Männer – möglicherweise aufgrund seiner Wirkung auf Östrogen.

Vorbeugen besser als Heilen: Krebserkrankungen

In Kombination mit dem Schlafhormon Melatonin (ebenfalls ein Antioxidans) haben einige Studien darauf hingewiesen, dass Resveratrol bei der Prävention von Brustkrebs hilfreich sein kann. Man kam zu dem Schluss, dass “die Kombination zu einer signifikanten Abnahme der Tumorinzidenz führte.”

Gehirn und kognitive Störungen

Melatonin und Resveratrol gemeinsam können zur Reduktion von oxidativem Stress im Gehirn beitragen. Die Kombination hat möglicherweise das Potenzial, das Auftreten der Alzheimer-Krankheit zu verringern.

Vorteile von Resveratrol

Worauf Sie bei einem Resveratrol-Ergänzungsmittel achten sollten

Standardisierte Inhaltsstoffe

Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel sind standardisiert, um sicherzustellen, dass Sie eine bestimmte Anzahl von Milligramm des gewünschten Inhaltsstoffes erhalten. Es ist eine Form der Qualitätskontrolle, die sicherstellt, dass unabhängig von der Art der Extraktion (wasserlöslich, alkohollöslich, etc.), das Endprodukt einen vorher festgelegten Standardprozentsatz eines bestimmten Inhaltsstoffes hat.

Nehmen wir zum Beispiel an, Sie kaufen Rotweinkapseln. Ein standardisiertes Produkt wird garantieren, dass es ein bestimmter Prozentsatz an Rotweinextrakt in jeder Kapsel enthalten ist. Wenn Sie speziell Resveratrol kaufen, kann das Produkt so standardisiert sein, dass es nur trans-Resveratrol enthält und nicht eine Kombination aus trans- und -cis, siehe unten.

 

„Trans“-Form

Resveratrol kommt als trans- und cis-Isomer vor. Die trans-Form kann unter Einwirkung von UV-Strahlung in die cis-Form umgewandelt werden. Laut Forschung ist die trans-Form nicht nur die stabilere sondern auch die Form, die im Körper aktiver zu sein scheint. Um sicherzustellen, dass Sie die gewünschten Effekte erhalten, sollten Sie beim Kauf die “Trans”-Form bevorzugen und auf eine lichtgeschützte Verpackung achten.

Synergistische Wirkung zusammen mit Quercetin

Bestimmte andere pflanzliche Verbindungen können die Bioverfügbarkeit des Resveratrols erhöhen oder synergetisch wirken. Eine dieser Verbindungen ist Quercetin. Quercetin ist ein Flavonoid, das in Lebensmitteln wie roten Trauben (und Wein), Äpfeln, Zwiebeln und Kapern enthalten ist. Es ist ein natürliches Antihistaminikum. Quercetin kommt oft zusammen mit Resveratrol vor, aber in zum Teil 10fach höheren Mengen als Resveratrol.

Studien deuten darauf hin, dass diese beiden Verbindungen in gewisser Weise synergistisch wirken. Das Quercetin hemmt die Sulfatierung des Resveratrols. Das kann dazu führe, dass die Bioverfügbarkeit des Resveratrols erhöht wird, wodurch es vom Körper besser genutzt werden kann. Die Kombination von Resveratrol mit Quercetin kann effektiver sein als eine der beiden Substanzen allein.

Hier können Sie Resveratrol beziehen: >>

Wichtiger Hinweis: Diese Informationen stellen keine Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Sollten Sie krank sein, suchen Sie bitte einen Arzt auf!

Quellen:

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