Schlank in den Frühling mit einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt

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Schlank in den Frühling mit einem ausgeglichenen Säure-Basen-Gleichgewicht

Was Sie in diesem Beitrag erfahren:

Gesundheitsexperten sind sich einig, ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist wichtig, Übersäuerung kann zu Krankheit führen und verschiedene Beschwerden verursachen. Doch worum geht es dabei eigentlich? Woran erkenne ich, ob ich übersäuert bin? Was kann ich dagegen tun und was hat das mit meinem Gewicht zu tun? Für etwas Licht im Dunkel habe ich diesen Beitrag verfasst.

Der Säure-Basen-Haushalt ist ein komplexes Regulationssystem unseres Körpers. Er sorgt in erster Linie dafür, dass der überlebensnotwendige Blut-pH-Wert im richtigen Bereich gehalten wird. Aber auch dafür, dass in den unterschiedlichen Bereichen des Körpers, der gerade notwendige pH-Wert herrscht. Denn das Wichtigste ist: Säuren und Basen sind nicht gut oder schlecht. Es kommt auf ihre Balance an! Und diese wird beeinflusst durch unsere Ernährung, unsere Lebensweise und verschiedene Erkrankungen. Um eine gesunde Balance aufrechtzuerhalten, verfügt unser Organismus über ausgeklügelte Regulationsmechanismen. An denen sind verschiedene Regulationsorgane und sog. „Puffersysteme“, die einem Ungleichgewicht entgegenwirken können, beteiligt.

Aber jedes noch so gut funktionierende System stößt bei Überlastung an seine Grenzen.

Regulationssysteme - das Kohlensäure-Bicarbonat-Puffersystem

Wenn Sie unter diesen Beschwerden leiden, sollten Sie auch an Ihren Säure-Basen-Haushalt denken:

  • Verminderte Widerstandskraft, Nervosität

  • Muskel- und Gelenkbeschwerden

  • Haarausfall sowie Veränderungen der Haut oder Nägel

  • Müdigkeit, Erschöpfung, nachlassende Energie

  • Konzentrationsprobleme, erhöhte Stressempfindlichkeit​

Wie und warum basenüberschüssige Ernährung?

Wer bereits schon mit der Verdauung, Sodbrennen, Müdigkeit oder Gelenkschmerzen zu kämpfen hat, sollte sich auf jeden Fall auch mit dem Thema basische Ernährung beschäftigen.

Ist der Körper erst mal übersäuert, funktioniert der Stoffwechsel nicht mehr richtig und es kommt zu Mangelerscheinungen und langfristig zu verschiedenen Erkrankungen.

Es gibt eine Faustregel, die sagt 70-75% basische und 25-30% säurebildende Lebensmittel verzehren. Das ist jedoch im Alltag nicht leicht umzusetzen. Eine rein basische Ernährung ist etwas, das man über kurze Zeit als Basenkur durchführen sollte. Über einen längeren Zeitraum hingegen wäre das zu einseitig, schwierig umzusetzen und auch nicht gesundheitsfördernd. Es ist wie mit allen Dingen: Die Mischung machts!

Säurebildende Lebensmittel sollten immer in Kombination mit basischen und möglichst nicht alleine verzehrt werden.

Nicht alle säurebildenden Lebensmittel sind persé ungesund. Nüsse und Hülsenfrüchte sind zum Beispiel säurebildende Lebensmittel, die aber durch wertvolle Fette einen großen Beitrag zur Gesundheit leisten. Gute Säurebildner sollten in die tägliche Nahrung integriert und schlechte konsequent gemieden werden.

Welche säurebildenden Lebensmittel sollten Sie dennoch wegen anderer guter Eigenschaften unbedingt in Ihre Ernährung integrieren?

"Gute" säurebildende Lebensmittel

  • Bio-Getreide (z. B. Dinkel, Kamut oder Gerste in kleinen Mengen – etwa als Keimbrot oder in Sprossenform), Hirse, Dinkel-Bulgur und Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth, Buchweizen
  • Hülsenfrüchte (z. B. Kernbohnen, Linsen, Kichererbsen etc.)
  • Kakaopulver in Bio-Qualität sowie selbst gemachte Schokolade
  • Nüsse (z. B. Walnüsse, Haselnüsse, Macadamianüsse, Paranüsse etc.)
  • Ölsaaten (z. B. Leinsaat, Sesam, Hanfsamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Mohn etc.; lässt man die Saaten keimen, werden sie – je nach Keimdauer – basisch)
  • Pflanzliche Proteinpulver (bei Proteindefizit) wie z. B. Hanfprotein, Reisprotein und Erbsenprotein
  • Tierische Produkte aus biologischer Landwirtschaft in überschaubaren Mengen (z. B. Bio-Eier oder Fisch aus Bio-Aquakultur)

Und die schlechten Säurebildner?

  • An erster Stelle möchte ich hier (Industrie-)Zucker nennen sowie alle Zucker enthaltenden Produkte, an zweiter Stelle Zucker und an dritter Stelle…
  • Fisch und Meeresfrüchte aus konventioneller Aquakultur oder aus belasteten Regionen stammend
  • Fleisch aus konventioneller Landwirtschaft und Produkte daraus: Fleischbrühe, Wurstwaren, Schinken
  • Eier aus konventioneller Landwirtschaft
  • Milchprodukte (Quark, Joghurt, Kefir und alle Käsesorten, auch von Schaf und Ziege; gerade auch alle fettarmen Milchprodukte) – Ausnahme: Butter, Ghee und Sahne (in Bio-Qualität), die neutral eingestuft werden
  • Essig (Weinessig, Balsamico – Ausnahme: naturtrüber Apfelessig)
  • Fertigprodukte aller Art (insbesondere solche aus konventioneller Erzeugung)
  • Getreideprodukte aus Auszugsmehlen (Back- und Teigwaren wie Kuchen, Gebäck, süsse Teilchen, Nudeln etc., manche Frühstückscerealien wie z. B. Cornflakes, Fertigmüslis, Crispies, Crunchys etc.)
  • Glutenhaltige Produkte (z. B. Produkte aus Seitan, wie vegane und vegetarische Würste, Aufschnitt, Bolognese o. ä.)
  • Ketchup und Senf (Ausnahme: hochwertiger Bio-Senf ohne säurebildende Zusätze)
  • Konserven mit Zucker und Essig
  • Sojaprodukte (wenn stark verarbeitet, besonders das texturierte Sojaprotein, das mit TVP abgekürzt wird und in getrockneter Form als Grundlage für Hackfleischersatz, Gulaschersatz o. ä. angeboten wird) – also Augen auf bei veganen Ersatzprodukten!
  • Speiseeis (auch Wasser-, Soja- und Joghurteis – Ausnahme: Basisches Eis)
  • Süssungsmittel wie Birnen-, Agavendicksaft

Und bei den Getränken?

  • Fertiggetränke wie Softdrinks (z. B. Limonade, Cola etc.), Fruchtsaft aus Konzentrat, Isodrinks, Proteindrinks, gezuckerte Milchshakes, Drinks zum Abnehmen etc.
  • Kaffee, auch Getreide-, Instant- und koffeinfreier Kaffee
  • Mineralwasser und generell kohlensäurehaltige Getränke
  • Tee (schwarzer Tee, Früchtetee, Eistee etc., lediglich Kräutertees sind basisch, ja sogar hochbasisch)
Säure-Basen-Tabelle
Wichtiger Hinweis: Diese Informationen stellen keine Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Sollten Sie krank sein, suchen Sie bitte einen Arzt auf!

Quellen:

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