Naturheilpraxis - Kathrin Brämer
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Störung der Darmflora - mikrobielle Fehlbesiedelung

Was eigentlich ist Darmflora?

Unser Darm spielt eine entscheidende Rolle in unserem Immunsystem und damit für unsere Gesundheit. Im Darm leben ca. 400 verschiedene Bakterienstämme. Die Gesamtzahl der Darmbakterien ist geschätzt zehnmal so hoch wie die Zahl unserer Körperzellen. Diese Milliarden unterschiedlicher Mikroorganismen leisten wertvolle Dienste für unsere Gesundheit und haben verschiedenste Aufgaben, z.B.:

 

  • Abwehr von Krankheitserregern (schädliche Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze)
  • Optimale Verwertung der aufgenommenen Nahrung
  • Bildung von wichtigen Vitaminen und Fettsäuren
  • Regulierung des Cholesterinspiegels
  • Produktion von Verdauungsenzymen

Wie entsteht eine gestörte Darmflora?

Dass eine Antibiotika-Therapie oder langwierige Cortison-Behandlung die natürliche Besiedelung des Darms teilweise zerstört, ist bereits allgemein bekannt. Das Gleichgewicht kann sich nur schwer von alleine regenerieren. So kommt es zur Schwächung des Immunsystems. Aber auch eine einseitige, säurereiche Ernährung mit vielen kurzkettigen Kohlehydraten (z.B. Zucker, Kuchen, Gebäck aus Auszugsmehlen), Streß, Einnahme von Medikamenten kann das Lebensmilieu für die "guten" Darmbakterien nachhaltig schädigen und dazu führen, dass diese sich immer weiter zurück ziehen und Fäulnis- und Gärungsbakterien die Oberhand gewinnen.

Was kann ich für zur Unterstützung einer gesunden Darmflora tun?

Mit lebendigen Milchsäurebakterien, also probiotischen Lebensmitteln werden dem Darm aktiv wertvolle Mikroorganismen zugeführt und gleichzeitig für ein saures Milieu im Darm gesorgt, in dem die nützlichen Milchsäurebakterien gestärkt werden.

Um eine bereits gestörte Darmflora nicht zu überlasten, sollte man den Verzehr von frischem Obst und Gemüse nur sehr langsam steigern. Besser verträglich ist gedämpftes Gemüse, da die enthaltenen Nährstoffe durch die Zubereitung leichter verwertbar sind. Die wichtigen Ballaststoffe bleiben auch beim Kochen erhalten.

Ballaststoffe sind unverdaulich. Im Darm sorgen sie für die nötige Darmbewegung und transportieren gleichzeitig Schlacken, Cholesterin oder Gallensaft nach außen. Besonders ballaststoffreich sind Vollkornprodukte. Es ist jedoch ratsam, langsam mit dem Verzehr von Vollkornprodukten anzufangen und zu beobachten, wie gut sie vertragen werden, da diese bei einem angeschlagenen Darm Probleme verursachen können. 


Verzehren Sie bevorzugt:

  • probiotische und milchsäurehaltige Lebensmittel (z. B. Brottrunk, Naturjoghurt, Sauermilchprodukte, Sauerkraut und anderes milchsaures Gemüse) - Vorsicht jedoch bei einer vorliegenden Histaminintoleranz
  • gedämpftes Gemüse, Gemüsesäfte, Kartoffeln
  • zuckerfreie Getränke (z. B. Wasser, Kräuter- und Früchtetees)

 

Mit Vorsicht zu genießen (Verzehr langsam steigern):

  • Getreide und Getreideprodukte aus Vollkorn
  • Obst, Salat, rohes Gemüse
  • Fruchtsäfte, Fruchtsaftschorlen


Reduzieren Sie bzw. vermeiden Sie:

  • Fleisch und Wurst, Käse
  • Schwarzen Tee, Kaffee
  • Schokolade, Süßigkeiten, Kuchen
  • Gezuckerte Getränke
  • Alkohol
  • Fertigprodukte, Fastfood

Wie kann Ihnen in der Naturheilpraxis Brämer bei gestörter Darmflora geholfen werden?

Grundsätzlich mit einer gezielten Labordiagnostik nach eingehender Anamnese und Untersuchung. Wenn das Ergebnis einer Stuhlanalyse, z.B. auf Flora, Pilze, Hefen, ph-Wert, Verdauungsrückstände usw. vorliegt, kann ein individueller Plan zur Darmsanierung erstellt werden. Ganz wichtig ist die Mitarbeit des Patienten bei der Ernährungsumstellung bzw. anpassung.

Das "Leaky Gut" Syndrom

Nicht nur die krankhaften Darmbakterien oder Pilze bilden Verdauungsgifte. Auch von gesunden Bakterien werden bestimmte Verdauungsgifte produziert, welche von einer gesunden Schleimhaut zurückgehalten werden und nicht in den Körper gelangen können. Beim “Leaky-Gut-Syndrom” ist die Schleimhaut so gestört, dass auch normale Verdauungsgifte in den Körper gelangen. Durch eine einfache Stuhluntersuchung lässt sich die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut genau bestimmen.
Beim “Leaky-Gut-Syndrom” können Allergene ungehindert die Darmwand durchdringen und so eine generalisierte Allergie oder eine Nahrungsmittelallergie auslösen. Um zu verhindern, dass Allergene auf diese Weise in den Körper gelangen, muss sich die Schleimhaut wieder regenerieren und schließen. Dazu ist es notwendig, probiotische, effektive Mikroorganismen über einen längeren Zeitraum anzuwenden, da diese Mikroorganismen die Darmschleimhaut ernähren, reinigen und die Schleimhautfunktion wieder herstellen können. 

 

Die Wiederherstellung der Schleimhautfunktion kann bis zu 1 1/2 Jahre dauern. In dieser Zeit ist es wichtig, die auslösenden Faktoren zu eliminieren und den Darm bzw. die Darmschleimhaut mit den richtigen Bakterien durchgehend zu unterstützen. Eine gesunde Darmschleimhaut nimmt keine Allergene auf, da diese durch das in der Schleimhaut befindliche Immunsystem sofort zerstört werden.


Entzündungsstoffwechsel

Gelangen große Mengen an Giften durch das “Leaky-Gut-Syndrom” in den Körper, ist er gezwungen den größten Teil dieser Gifte im Gewebe abzulagern. Dies trifft umso mehr zu, je intensiver die Darmschleimhautfunktionen gestört sind. Giftdepots sind hauptsächlich die Fettzellen, aber auch die Muskulatur und das Bindegewebe. Der Körper versucht zunächst die Gifte aus dem Stoffwechsel zu schleusen, indem er sie in den Depots ablagert. Wenn eine bestimmte Konzentration erreicht ist, reagiert der Körper hierauf mit einer Entzündung. Nur über diese Entzündungsprozesse ist der Körper in der Lage einen Teil der Gifte wieder abzubauen. Wenn wir an einer Grippe oder einem bakteriellen Infekt erkranken, dann werden wir weniger durch die Erreger selber krank, sondern hauptsächlich durch die Gifte, die sie produzieren. Diese kann der Körper nur über den Entzündungsstoffwechsel abbauen.

Je nachdem wo sich die Gifte im Körper ablagern, können hierdurch die verschiedensten Krankheitsbilder entstehen.



Ein Teufelskreislauf entsteht

Das gesunde Milieu der Darmflora verändert sich im Laufe des Lebens durch Fehlernährung, Antibiotika, Konservierungsstoffe und andere Lebensmittelzusätze so, dass es zu einem Ungleichgewicht zwischen den gesunden und krankmachenden Darmbakterien kommt. Die krankmachenden Bakterien können sich in dem gestörten Darmmilieu übermäßig vermehren, indem sie unverdaute Nahrung durch Gärung oder Fäulnis verwerten.

Durch eine über Wochen und Monate bestehende Dysbiose (krankmachende Darmflora), kommt es zur Veränderung der Darmschleimhaut und der Darmwände. Dies führt zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand (durch eine einfache Stuhluntersuchung erkennbar).

Auf diese Weise entstehen chronische Entzündungsprozesse im Körper. Die Darmschleimhaut kann mit einem Netz verglichen werden, welches so dicht ist, dass (große) Moleküle es nicht durchdringen können. Bei einer Dysbiose (krankmachende Darmflora) zieht sich die Darmschleimhaut jedoch zurück, wodurch die Maschen infolge der ständigen Schleimhautbelastung immer größer werden, so dass größere Moleküle in zunehmendem Maße die Darmwand durchdringen können und das Immunsystem belasten.

Dadurch wird das Immunsystem zunehmend geschädigt. Etwa 80 % unseres Immunsystems stehen in direktem Zusammenhang mit dem Darm. Die Darmschleimhaut kann sich nicht mehr ausreichend gegen Krankheitserreger, Parasiten und Pilzbefall wehren. Zudem können wichtige Immunzellen für den Körper nicht mehr in ausreichenden Mengen produziert werden.

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